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10.02.2026 - Der Planungsausschuss setzt Zeichen, aber …

Die Sitzung des Stadtentwicklungs- und Planungsausschusses am 10. Februar 2026 war weniger eine echte Weichenstellung als vielmehr eine formale Zeichensetzung. Zwar wurden die rechtlichen Schritte rund um die geplanten Windenergieanlagen bei Glehn bestätigt, politisch jedoch blieb das Projekt weiterhin klar umstritten.


Die IG Gegenwind Glehn hatte einen Antrag eingebracht, der die besonderen örtlichen Sensibilitäten deutlich macht. Im Zentrum stehen der historische Judenkirchhof als bedeutendes Bodendenkmal, die Rolle des Gebietes für die Trink- und Brauchwasserversorgung von rund 25.000 Menschen sowie erhebliche hydrologische und hochwasserrelevante Risiken. Vor diesem Hintergrund fordern wir verbindliche hydrogeologische Gutachten und vollständige Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit.



Auch CDU und UWV machten unmissverständlich klar, dass das Verstreichen lassen der Frist keine politische Zustimmung bedeutet. Sie kritisieren unter anderem zu geringe Abstände zur Wohnbebauung, massive Eingriffe in Natur und Landschaft, ungesicherte Netzkapazitäten, steigende Kosten für Verbraucher sowie eine faktische Entmachtung der Kommunen. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wird als unzureichend bewertet.


Das Fazit ist eindeutig: Glehn ist kein beliebiger Standort. Trotz formaler Zwänge bleibt die politische Ablehnung deutlich spürbar. Die Entscheidungsebene wird zunehmend nach oben verlagert, während die Betroffenen vor Ort die Konsequenzen tragen müssen.

Die IG Gegenwind Glehn wird das Verfahren weiterhin kritisch begleiten und sich dafür einsetzen, dass Geschichte, Wasser, Natur und Lebensqualität nicht dem Tempo der Energiewende geopfert werden.

 
 
 

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